Erneut Rostocker Segler an Bord beim Nord Stream Race

An Bord des Titelverteidigers: Konrad Nehrenberg (Mitte) aus Rostock segelt mit Skipper Tom Kröger (r.) auf der SPIRIT OF EUROPE (Foto: https://www.facebook.com/teameuropesailingteam/)

An Bord des Titelverteidigers: Konrad Nehrenberg (Mitte) aus Rostock segelt mit Skipper Tom Kröger (r.) auf der SPIRIT OF EUROPE (Foto: https://www.facebook.com/teameuropesailingteam/)

Nord Stream Invitational Race 2016: Jetzt live

Internationale Teams auf Gazprom Swan 60-Yachten starten in Sankt Petersburg zur ultimativen Baltic Offshore Challenge

Es kann losgehen! Um 12 Uhr Ortszeit am morgigen Sonntag, den 5. Juni, starten die talentierten und hochmotivierten Crews auf fünf Swan 60-Yachten zur Überquerung der Ostsee. Die Flotte des Nord Stream Invitational Race 2016 verlässt Sankt Petersburg zur Mittagszeit, zunächst für die 150 Seemeilen lange erste Etappe in die finnische Hauptstadt Helsinki. Nach einem kurzen Zwischenstopp gehen die Teilnehmer auf die zweite Etappe für etwa 560 anstrengende Seemeilen quer durch die Ostsee nach Warnemünde.

Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie, inklusive Auftritt einer Militärkapelle, wurden die Teilnehmer heute in Sankt Petersburg verabschiedet. Daran nahm auch Alexey Miller, Vorsitzender des Vorstands und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gazprom, teil. Gazprom ist Anteilseiger an der Nord Stream 2 AG, dem Namenseiger der Regatta.

„Der Kurs ist ausgelegt; es ist an der Zeit, in den Racemodus zu kommen!“ so Event Director Arne Hirsch. Die Teams sind auf jeden Fall schon im Racemodus und freuen sich, dass es endlich losgeht.

Einer der Newcomer dieses Jahr ist das Team Großbritannien auf der PETITE FLAMME mit Skipper Adrian Lower vom Royal Ocean Racing Club. Alle in der Crew sind erfahrene Offshore-Segler, aber sie sind noch nie zusammen eine Regatta in der Ostsee gesegelt und daher umso gespannter auf die Herausforderung: „Wir fühlen uns sehr geehrt, mitsegeln zu dürfen und einzigartige Erfahrungen zu sammeln“, sagte Navigator Mark Emerson. Prinz Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein, Skipper des Team Germany, hat das Nord Stream Race bereits zweimal absolviert, die meisten seiner neu zusammengestellten Mannschaft auf der SGM allerdings noch nicht. Sie können sich jedoch auf die gesammelte Erfahrung mehrerer Atlantiküberquerungen und Kap Horn-Rundungen stützen: „Wir leben an Bord den Spirit des Nord Stream Race. Bei uns sind Erfahrung und Nachwuchs vereint. Fünf unserer Crewmitglieder sind unter 25, im Gegensatz dazu hat unser Navigator zum Beispiel im letzten Jahr allein 15.000 Seemeilen absolviert.“ Team Finnland auf der TSAAR PETER ist hochmotiviert und hat bereits einige Regatta-Kampagnen gemeinsam durchgeführt. Die Swan 60 ist allerdings Neuland für die Finnen, die bei einem Training vorab Gelegenheiten hatten, das Boot etwas kennenzulernen. „Hoffentlich haben wir einen kleinen Vorteil durch unsere Ortskenntnis, insbesondere in der Gegend um Helsinki”, sagte Skipper Samuli Leisti.

Team Russland und Team Europa sind die Erfahrensten auf dem diesjährigen Kurs. Sergey Borodinov, der Skipper der BRONENOSEC: „Die Swans sind nicht einfach zu manövrieren. Mein Team ist zwar eines der jüngsten, aber wir sind nun seit drei Jahren zusammen und ich habe miterlebt, wie sich die Jungs weiterentwickelt haben. Am Ende des Tages ist bei unserem Sport aber immer auch etwas Glück dabei und jeder macht mal einen Fehler.“ Skipper Tim Kröger und seine Crew auf der SPIRIT OF EUROPE sind die Titelverteidiger: „Wir lieben dieses Rennen und ich hoffe wir können unseren Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholen, aber die Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen. An Land sind wir alle gute Freunde, aber auf dem Wasser sind wir knallharte Konkurrenten.“

Als Eigner der Gazprom Swan 60-Flotte hat der Sankt Petersburg Yacht Club einige der besten Segler aus der Ostseeregion zur Teilnahme eingeladen, um Freundschaften zwischen den Nationen und den Menschen zu fördern und zu intensivieren. Die Teams setzen sich aus einer Mischung von jungen Segeltalenten und erfahrenen Offshore-Profis zusammen, die aus angesehenen europäischen Segelclubs kommen. Um insbesondere den Nachwuchs zu fördern, sind mindestens drei Mitglieder eines jeden Teams jünger als 25 Jahre.

„Die Wettervorhersage ist wesentlich besser, als noch vor ein paar Tagen. Ich erwarte ein schönes Rennen mit Wind aus Nord oder Nordost mit konstanten 15 Knoten. Zum Start wird es allerdings noch etwas weniger sein“, sagte Race Officer Stefan Kunstmann. „Aber auch wenn die Vorhersage nach einem netten harmlosen Rennen aussieht, steht die Sicherheit der Teilnehmer an erster Stelle. Zusätzlich zu den Sicherheitsinspektionen, die alle Boote vor dem Start absolvieren mussten, bin ich sehr froh, dass wir auf die Unterstützung der Seenotretter rund um die Ostsee zählen können. Insbesondere MRCC Bremen ist ein langjähriger Partner dieser Regatta und wird im Ernstfall eine Suche und Bergung übernehmen.”

Alle Yachten sind mit GPS-Trackern ausgestattet und können dadurch jederzeit über den Race Tracker geortet werden. Der Race Tracker ist kostenlos verfügbar auf www.nord-stream-race.com. Das Nord Stream Invitational Race 2016 ist außerdem auf Facebook, Twitter, YouTube und Instagram mit vielen tollen Fotos und Videos.