Landesjüngstenmeisterin im Segeln kommt aus Schwerin – weitere Landesjugendmeister konnten wegen Sturm nicht ermittelt werden

Die kleinen Opti B-Segler und Seglerinnen nahmen es gelassen, immerhin konnten sie vier Wettfahrten bei der LJM segeln Foto: Jutta Mohr

Die kleinen Opti B-Segler und Seglerinnen nahmen es gelassen, immerhin konnten sie vier Wettfahrten bei der LJM segeln
Foto: Jutta Mohr

Insgesamt sieben verschiedene Meistertitel hätten verteilt werden können im Anschluss an die Landesjugendmeisterschaft im Segeln in Rostock/MV, vom 5. bis 6. September 2015. Doch bereits am ersten geplanten Wettfahrttag machte der starke Wind und vor allem die rauhe Ostsee den Nachwuchsseglern einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Alle Klassen, außer die Opti B, hätten in Warnemünde an den Start gehen sollen. Aber zwei Meter hohe Wellen und im Durchschnitt sechs Windstärken, die in Böen allerdings auf neun Windstärken hochschnellten, durfte man gar nicht anders entscheiden, als die Jugendsegler im Warnemünder Hafen zu lassen. „Leider wurden alle unsere Landesjugendmeister und auch die Landesjüngstenmeister der Opti A in diesem Jahr vom Winde verweht“, bilanzierte Jutta Mohr vom Segler-Verband Mecklenburg Vorpommern.

„Aber diese Tatsache hatte auch etwas Gutes, denn so bekamen alle der über 90 gestarteten Opti B eine eigene Urkunde, die in Warnemünde schließlich nicht gebraucht wurden“, ergänzte sie. Paradox: nur die ganz kleinen Seglerinnen und Segler der Klasse Opti B gingen überhaupt an den Start – und zwar am Samstag auf der Warnow im Rostocker Stadthafen, alle anderen (Opti A, Laser Radial, Laser 4.7, 420er, Cadet und Europe) durften es gar nicht erst probieren und mussten am Sonntag unverrichteter Dinge wieder abreisen. Da halfen keine Startverschiebungen am Samstag und ebenso nicht die acht gemessenen Windstärken am Sonntag. Hilfreich für die Durchführung der Opti-B-Wettfahrten war allein die Lage des WIRO-Kurses in der Rostocker Bucht, bei dem sich nicht zu viel Welle aufbauen konnte. Ebenfalls paradox: die letzte LJM 2014 in Röbel hatte mit zu wenig Wind zu kämpfen und dort mussten alle Wettfahrten am Sonntag, allerdings aufgrund von Flaute, abgesagt werden.

Vier zählbare Wettfahrten an einem ganzen Wochenende

Vier Wettfahrten der Opti B am Samstag, von denen die jeweils schlechteste gestrichen werden durfte, waren also ausschlaggebend für das Endergebnis. Auf dem ersten Platz landete Paula Claus (SSV) aus Schwerin. Die neue Landesjüngstenmeisterin überzeugte mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen und lag damit drei Punkte vor dem Zweitplatzierten Malte Hahn (WSC) aus Warnemünde. Punktgleich mit Platz zwei und sogar mit Platz vier (alle hatten acht Punkte) musste sich Hinne Radler (SVAG) aus Rerik mit dem dritten Platz auf dem Treppchen begnügen. In der gesonderten U10-Wertung errang Bo Mohr (PWV) aus Plau den Sieg. Die Warnemünderin Fiene Arp (WSC) freute sich über ihren zweiten Platz. Der Schweriner Leo Conradt (SSV) begnügte sich mit Bronze. Wettfahrtleiter auf der Warnow war Haiko Mennenga, der insgesamt viel positives Feedback der Trainer und Segler bekam. „Wir wussten alle bereits im Vorfeld, wie das Wetter wird und waren darauf eingestellt. Unser Kurs war kurz und somit war es kräftemäßig auch für die kleinen Sportler kein Problem, obwohl einige Böen und auch heftige Schauer über das Regattafeld hinweg fegten“, erklärt der Cheftrainer des Mecklenburgischen Yachtclubs. Insgesamt engagierten sich übrigens sieben Rostocker Vereine gemeinsam, um die LJM logistisch zu meistern. Unterstützt wurden sie dabei auch vom Rostocker Regatta Verein.

WSC holt Glashäger-Vereinspokal

Die Siegerehrung wurde nach der Absage aller Regatten am Sonntag auf 10.00 Uhr vorgezogen und gleich noch für eine Verabschiedung genutzt. Willy Brandt, Klassentrainer der Laser 4.7 und der Optis, vom Warnemünder Segel-Club, wurde vom Segler-Verband Mecklenburg Vorpommern verabschiedet, da er demnächst in Baden-Württemberg als Trainer arbeiten wird. Nicht nur in den Einzelwertungen räumte der Warnemünder Segel-Club mächtig ab, auch beim Vereinspokal, der von der Firma Glashäger Brunnen vergeben wurde, konnte sich der WSC über einen Gesamtsieg freuen. In den beiden Wertungen der Opti B stand er am häufigsten von allen teilnehmenden Vereinen auf dem Treppchen. Weil so wenig gesegelt werden konnte, erfreuten sich die mitgebrachten Freigetränke des Sponsors sowieso großer Beliebtheit bei den Sportlern.

Ergebnisse: http://www.raceoffice.org/LJM2015