Kommission prüft Segel-Reviere für Bewerber Hamburg

Bereits im Januar war klar: Warnemünde kann und will sich präsentieren (Foto: Gesine Schuer)

Bereits im Januar war klar: Warnemünde kann und will sich präsentieren
(Foto: Gesine Schuer)

Hamburg (dpa) – Das Ringen um den Status als Segelrevier-Partner von Olympia-Bewerber Hamburg geht in die entscheidende Runde.

Eine sechsköpfige Kommission soll die Kandidaten Kiel, Rostock-Warnemünde und Lübeck-Travemünde am 9. und 10. April jeweils vor Ort prüfen und anschließend eine Empfehlung an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Stadt Hamburg abgeben. Der Deutsche Segler-Verband (DSV) bestätigte in einer Pressemitteilung entsprechende Informationen der „Lübecker Nachrichten“ und der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll spätestens Ende April eine Entscheidung über das Segelrevier fallen.

Mitglieder der Auswahlkommission sind demnach Hamburgs Sportsenator Michael Neumann sowie DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank. Dazu kommen vier Experten aus dem Segelsport: DSV-Präsident Andreas Lochbrunner aus Lindau, DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner aus Hamburg, DSV-Jugendobmann Timo Haß aus München und der ehemalige DSV-Präsident Dierk Thomsen aus Kiel. Er war schon vor 13 Jahren bei der deutschen Olympia-Kampagne Mitglied der Evaluierungskommission des Nationalen Olympischen Komitees (NOK).

„Alle drei Orte sind ideale Gastgeber für die olympischen Segelwettbewerbe“, meint DSV-Chef Lochbrunner. „Unser Ziel ist es, in einem transparenten und fairen Verfahren zu einer guten Empfehlung zu kommen. Wir sollen so dazu beitragen, die Spiele nach Deutschland zu holen.“ Laut Lochbrunner verfügen alle drei Ostsee-Bewerber über Weltklassereviere mit hervorragender Wasserqualität. Alle drei hätten Konzepte, „die eine nachhaltige und umweltverträgliche Nutzung der olympischen Infrastruktureinrichtungen beinhalten“.

Die „Sailing City“ Kiel hat 1936 und 1972 bereits zweimal olympische Regatten ausgetragen. Rostock-Warnemünmde und Lübeck-Travemünde kämpfen um ihre Premiere. „Warnemünde ist besser zum Segeln, aber bei Olympischen Spielen geht es um mehr als nur um den puren Sport“, sagt Deutschlands erfolgreichster Segler Jochen Schümann. „Kiel ist dichter, hat schon zwei olympische Regatten ausgerichtet und einen Olympia-Hafen. Ich denke, die Entscheidung wird wohl zwischen Kiel und Rostock fallen.“ [Ende PM]

Zusatz: Hier der Link zum Interview mit Jochen Schümann im “Sportclub“ des NDR